Campus-Programm: Individualität leben.

Bibliotheken – Öffnungszeiten verlängern

Die Universität kann sich über gut genutzte Bibliotheken freuen. Schade, wenn man den Bestand nur selten nutzen kann: Gerade im B.A./M.A-System sind Vorlesungen am Abend durchaus üblich.
Die Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek sind vorbildlich, daher fordern wir eine Öffnung der Bibliothek auf den Lahnbergen und des juristischen Seminars bis 24.00 Uhr, um allen Studierenden die Möglichkeit einer freien Informationsbeschaffung zu geben. Außerdem sollen die Fachbereichsbibliotheken an einem Tag der Woche länger geöffnet bleiben, um den Studierenden die Möglichkeit der Nutzung zu geben. .

Bibliotheken – Ausleihe verbessern

Die LHG wird sich für eine Aufstockung des Lehrmittelbestandes an allen Bibliotheken der Universität einsetzen, damit mehr aktuelle Bücher bereit stehen. Der Bestand aus ausleihbaren Büchern muss dringend aufgestockt werden.

Mehr Platz zum Lernen

Wer sich auf Prüfungen vorbereiten will, benötigt hierfür das passende Umfeld. Dies sind jedoch nicht nur Stift und Papier, sondern vor allem Raum und Zeit. Zwar stehen den Studierenden an der Philipps-Universität Marburg zahlreiche Bibliotheken zur Verfügung, doch gerade zum Ende der Vorlesungszeit des Semesters wird deutlich, dass es hier noch einiger Verbesserungen bedarf. Die Bibliotheken und die wenigen nutzbaren Lernkabinen sind hoffnungslos überfüllt oder schließen zu früh. Daher wird die LHG in den Dialog mit der Verwaltung eintreten und gemeinsam nach neuen Kapazitäten suchen. Denn nicht jeder Studierende hat zu Hause einen Platz zum Lernen und ist deshalb umso mehr auf Angebote der Universität angewiesen.
Des Weiteren ist ein breiteres und besseres Angebot zur Nutzung der Schließfächer, vor allem im juristischen Seminar, notwendig. Es muss genauso viele funktionstüchtige Schließfächer, wie angebotene Lernplätze geben.

Verbesserung des Hochschulsports

In vielen Fällen sind beliebte Sportkurse innerhalb von Minuten ausgebucht oder trotz Kapazitätsbeschränkungen überfüllt. Es muss ein Vorschlag gemacht werden, wie man die Kapazitäten des Hochschulsports erhöhen kann. Andere Kurse finden außerdem zu ungünstigen Zeiten statt. Daher wird die LHG das Angebot prüfen lassen, wenn möglich zusätzliche Kurse und Termine für beliebte Sportarten fordern. Den Studierenden der Philipps-Universität Marburg soll nach Möglichkeit ein Sportprogramm zur Verfügung stehen, dass genau ihren Anforderungen und Ansprüchen gerecht wird.

Mehr Wahlmöglichkeiten in der Mensa

Es gibt immer mehr Vegetarier und auch Veganer innerhalb der Studierendenschaft in Marburg. Die LHG fordert aus diesem Grund das Studentenwerk dazu auf, mit der Zeit zu gehen und das Angebot in der Mensa in dieser Richtung zu verbessern. Es muss eine Auswahl von vegetarischen und veganen Gerichten geben, um die Wahlmöglichkeit für alle zu ermöglichen. Des Weiteren ist das Kenntlichmachen aller Bestandteile eines Gerichts wünschenswert, um den Studierenden bei Allergien oder Lebensmittelunverträglichkeit eine Mahlzeit in der Mensa zu ermöglichen.

Ökologische Lebensmittel

Viele Studierende nutzen die Mensa täglich. Daher ist ein biologisch und ökologisch wertvolles Essen mehr als wichtig. Lebensmittel aus der Region müssen ein ausgewogenes und gesundes Essen für alle ermöglichen. Trotz allem darf der Preis für die Mahlzeiten nicht steigen, da die meisten Studierenden die Mensa aus finanziellen Gründen aufsuchen.

Für eine Lösung des Parkplatzproblems

Die Zustände auf dem UB-Parkplatz waren chaotisch, keine Frage. Die Lösung des Präsidiums, kräftig Gebühren zu kassieren, ist aber auch nicht die perfekte Lösung. Wir werden für eine Wiederherstellung der Gebührenfreiheit kämpfen. Damit der Parkplatz nicht wieder durch Dauerparker blockiert wird, setzen wir auf ein Schrankensystem, welches mit der U-Card bzw. dem neuen Studierendenausweis nutzbar ist.

Moderner Studierendenausweis

Ein moderner Plastik-Studierendenausweis mit Lichtbild hat viele Vorteile. Er wird einmal ausgehändigt und kann für die komplette Studienzeit als Kopierkarte, Mensakarte und Fahrticket genutzt werden.
Ein jährliches verschicken von Studierendenausweis und Studienbescheinigungen entfallen. Dies wäre ökologisch und würde die hohen Kosten des jährlichen Verschickens sparen.
Des Weiteren kann man die Studienbescheinigungen nun selbständig am privaten Computer ausdrucken. Wichtigste Vorraussetzung zur Einführung eines solchen Ausweises ist die Einhaltung des Datenschutzes. So dürfen keinerlei Daten, z.B. über die Mahlzeiten in der Mensa, gespeichert werden.

Praxisnähe fördern

Mit dem „Berufsfeld“ (verpflichtende, berufvorbereitende Veranstaltungen wie Praktika und EDV-Kurse) hat die Philipps-Universität Marburg einen wirksamen und wichtigen Beitrag zur Forderung nach größerer Praxisnähe in der tertiären Ausbildung geleistet. Dennoch ist die Nähe zur Wirtschaft und Politik (in Deutschland) generell noch unterentwickelt. Es muss gerade im Interesse der Universität sein, möglichst kompetente, praxisorientierte und junge Absolventen auszubilden und in den Austausch mit Verwaltung und Unternehmen zu treten.
Wir setzen uns im Interesse der Studierenden und damit zukünftigen Absolventen für einen konstruktiven Austausch von Wirtschaft und Verwaltung mit der Universität ein.

Zukunftsmöglichkeiten aufzeigen

Wir treten für die Etablierung eines Austauschs von potentiellen Arbeitgebern und Studierenden. Wir möchten Unternehmen, NGOs (Non Government Organisation), Stiftungen und Verwaltung dazu einladen, ihre Arbeit den Studierenden in Form von Vorträgen über bestimmte Berufsfelder vorzustellen. Mögliche Betriebsbesichtigungen mit verschiedenen Schwerpunkten bieten für alle Stundenten der Universität eine Vielzahl von anspruchsvollen beruflichen Möglichkeiten und einen spannenden Blick über den Tellerrand.

Hochschulpakt – Kürzungen sind Schuss ins eigene Knie

Die heftige Kritik der Studierenden und Professorenschaft an den Kürzungen an den hessischen Universitäten unterstützen wir voll und ganz. Bildung ist der wichtigste Rohstoff, den wir in Hessen haben. An diesem zu sparen verbaut den Weg in die Zukunft und ist ein Schuss ins eigene Knie.
Vor allem mit den kommenden G8-Schülern werden die Universitäten noch stärker belastet. Im Bildungssektor, der Forschung und der Wissenschaft darf seitens der Politik kein Geld gestrichen werden, ohne jegliche Einschränkungen.
Durch das Eintreten des Hochschulpaktes muss man nun eine vernünftige Haushaltspolitik an der Universität betreiben. Einsparungspotenzial ist vorhanden, wie die immensen Fixkosten der Universität zeigen. Jährliche Heizkosten von 2,6 Mio. Euro, lassen ein Einschalten der Heizkörper im Frühjahr ist nicht mehr notwendig erscheinen. Auch die 1 Mio. Euro für die Erhaltung der bedrohten Pflanzen im botanischen Garten, könnte etwa durch ein Sommerfest, zum Teil getilgt werden. Auf diese und viele weitere Einsparungspotenziale muss man aufmerksam machen. Die Einsparungen sollen dort investiert werden, wo sie am Besten angelegt sind: In den Lehrbetrieb und die Forschung, um den Studierenden und Studentinnen ein zukunftsfähiges und selbstbestimmtes Studium zu ermöglichen.

Anwerben von Drittmitteln für die Universität

Die LHG fordert ein stärkeres Anwerben von Drittmitteln, die ausschließlich zur Sicherung und Verbesserung der Lehre verwendet werden müssen. Den Universitäten stehen nur knappe staatliche Ressourcen zur Verfügung, vor allem durch die anstehenden Streichungen. Um einen höheren finanziellen Spielraum zu ermöglichen, muss sich die Universität verstärkt um Drittmittel von Unternehmen und Stiftungen bemühen. Durch diese Drittmittel muss das Lehrangebot verbessert werden.
Die LHG steht für mehr Beteiligung privater Geldgeber wie Unternehmen, Investoren und Stiftungen. Die staatliche Versorgungsmentalität auch an Hochschulen hat über die Jahre zu einer miserablen Finanzausstattung auf der einen Seite und einer Unterentwicklung bei Stipendien für Studierende und privater Universität- (Teil-) Finanzierung auf der anderen Seite geführt. Die negative Abhängigkeit von staatlichen Geldquellen, zeigt jetzt der Hochschulpakt und die einhergehenden Streichungen für die Fördermittel der Unis. Eine weitergehende Unabhängigkeit von staatlichen Geldquellen würde die Position der Philipps-Universität Marburg im nationalen und internationalen Raum stärken und das Lehrangebot deutlich verbessern.

Für mehr Förderung

Das neue Studiensystem nach dem Bologna-Konzept mit Bachelor und Master fordert einen massiv höheren Zeitaufwand während des Studiums als das alte Diplom-System. Geringfügige Beschäftigung, „Minijobs“ und ähnliche Arten der Studienfinanzierung werden damit zusehends unmöglich. Wir treten daher für eine massive Stärkung und Ausbau privater Studienhilfen wie Stipendien ein. Nur eine stärkere Förderkultur kann in Zukunft eine hohe Leistungsbereitschaft und Studierendenzahl sichern. Ein Bafög unabhängig vom Einkommen der Eltern ermöglicht es allen Absolventen ein Studium an einer Hochschule aufnehmen zu können.

Gebührenfreies Studium

Die LHG Marburg befürwortet das gebührenfreie Studium in Hessen und fordert eine Garantie des gebührenfreien Studiums. Die Studierenden der Uni benötigen ausreichende Planungssicherheit.

Evaluation der Lehre

An der Universität muss es für Lehrende ein stärkeres Leistungsprinzip geben. Professoren und andere Lehrende sollen sich in jedem Semester einer Evaluation durch die Studierenden unterziehen. Durch die Evaluation wird veranschaulicht, in welchen Bereichen die Lehre zufrieden stellt und in welchen Bereichen die Qualität verbessert werden muss. Ein solches System führt zu einer Verbesserung der Lehrqualität. Die Befragungen werden über den Ilias-Account durchgeführt.

Keine allgemeinpolitischen Äußerungen des Allgemeinen Studierendenausschusses

Der in den vergangenen Jahren politisch stets äußerst linke Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Marburg muss zukünftig daran gehindert werden, allgemeinpolitische Arbeit außerhalb der Uni zu verrichten. Es kann keinem Studierenden zugemutet werden, dass in seinem Namen zwangsweise Äußerungen getätigt werden, die sich hart an der Grenze zur Verfassungswidrigkeit und zur Illegalität bewegen, und diese teilweise sogar überschreiten.

Für eine Verkleinerung des AStA

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) ist ausführendes Organ. Er muss seine Kernaufgaben effektiv bewältigen können. Aus diesem Grund ist ein 23- köpfiger AStA übertrieben und muss auf die notwendigen Referate verkleinert werden. Dies spart auch Gelder für „Aufwandsentschädigungen“ an die AStAReferentinnen/- Referenten in vier- bis fünfstelliger Höhe.

Mehr Transparenz im AStA

Studierendenparlament und AStA bestimmen jedes Jahr über etwa 400.000 Euro, dies ist unser Geld. Das wenigste kommt davon aber wieder bei den Studenten und Studentinnen an. Der AStA arbeitet höchst intrasparent. Was mit großen Teilen des Geldes geschieht wirkt schleierhaft und ist anhand der Haushaltspläne nur zu vermuten.
Es werden 17 Referate unterhalten, die Wenigsten informieren ausführlich über ihre Tätigkeiten. Das muss sich in Zukunft radikal ändern. Referate die über längeren Zeitraum keine sinnvolle Arbeit nachweisen können, gehören abgeschafft.

Ausgliederung des Feministischen Archivs aus dem AStA

Gleichstellungspolitik muss alle Studentinnen und Studenten angehen – aber im Quasi-Verborgenen und mit Selektion an der Eingangstür wird das nie erreicht. Darum will die LHG als sofortige Lösung die Öffnung des Feministischen Archives im AStA (das so genannte „FemArchiv“) auch für Männer durchsetzen. Mittelfristig muss dieses Archiv sowohl räumlich als auch finanziell aus dem AStA ausgegliedert werden – die jetzige Situation ist so nicht tragbar; es kann nicht Aufgabe der Studierendenschaft von Männern und Frauen sein, eine Gruppe von Feministinnen mit jährlich 10.000 Euro zu sponsern, während beispielsweise für die Härtefallrückerstattung des Semestertickets kaum genug Geld vorhanden ist.

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