Schmierentheater im StuPa

Gestern fand das StuPa der Universität Marburg sich zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Angenehm überrascht, dass dieses Jahr eine so frühe Konstituierung statt finden würde, haben wir uns in der Alten Hygiene eingefunden, dem Schauspiel beizuwohnen. Doch was wir geboten bekamen, war keine klassische Griechische Tragödie, sondern ein Schmierentheater unterster Provenienz.

1. Akt

Die obligatorische Ausgabe der Stimmkarten zu Beginn der Sitzung blieb aus bzw. erfolgte erst auf Nachfrage.

2. Akt

Eine verhaltene Präsidentin eröffnete die Sitzung und stellte die Anwesenheit von 34 Parlamentariern und damit Beschlussfähigkeit fest – so viele werden wir vermutlich nie wider sein.

3. Akt

Eine Wortmeldung eines Parlamentariers: die Ladung zu Sitzung sei nicht form- und fristgerecht ergangen, darum sei die Sitzung durch das Präsidium aufzuheben. Die Ladung erfolge per Mail und nicht korrekt per Post bzw. erreicht nicht alle Parlamentarier. Auch sei durch Nennung des falschen Wochentages (Mittwoch statt Donnerstag) der Parlamentarier so nachhaltig verwirrt worden, dass es ihm fast nicht möglich war zur Sitzung zu erscheinen.

4. Akt

Ein Präsidium, sonst um keine Satzungs- und/oder Geschäftsordnungsdebatte verlegen, stellte nach kurzer Lektüre der Satzung und kurzer Beratung fest, dass der Parlamentarier recht habe und man die Sitzung aufheben müsse.

5. Akt

Es kam natürlich die Frage auf, wann die nächste Sitzung statt finden soll. Das Präsidium rechnet stündlich mit der Genehmigung der neuen Satzung. Dies wohle man abwarten um dann formal korrekt laden zu können.

 

Auch wenn es Laienschauspieler waren, die uns ihr „Kunstwerk“ vorführten, so hinterlässt ihr Hochmut und ihre Arroganz im Vortrag uns ihnen die Anerkennung verweigern. Man versuchte sich in der Aufführung von Satzungs- und Geschäftsordnungstrick. Der Versuch muss als gescheitert betrachtet werden. Insgesamt hinterlässt das doch einen sehr fahlen Beigeschmack und man frag sich, wozu das Ganze?

Um das eigene Versagen und Scheitern in den Koalitionsverhandlungen zu kaschieren. Denn wo blieb der Aufschrei von JuSo-HSG, Piraten und den Linken Listen als sie so kurz vor der Ziellinie gestoppt wurden, kurz vor dem Griff zu Macht?!?

Abgang

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