„1, 2 oder 3? Letzte Chance: Vorbei?“

heißt es in einer berühmten Ratesendung für Kinder und Junggebliebene. Hier lernen Kinder früh, dass eine getroffene Entscheidung nicht mehr rückgängig zu machen ist. Die Mitglieder des Asta scheinen die lehrreiche Sendung in ihrer Kindheit verpasst zu haben, da sie bei der konstituierenden Sitzung am 7. November 2012 immer wieder den gleichen Kandidaten wählten bis er die notwendigen Stimmen bekam. Der Plan schien dabei ganz einfach zu sein: Das Bündnis aus linken Listen, den grünen Hochschulgruppen und Piraten wollte unter Tolerierung der Grünen Ökologischen Liste (GÖL) eine Minderheitsregierung wählen lassen. Scheinbar hatten die Mitglieder der Listen sich nicht ganz abgesprochen oder die GÖL wollte zu Beginn direkt die Muskeln spielen lassen, da der erste Kandidat für das StuPa-Präsidium mit einer fehlenden Stimme durchfiel. Anstatt nun aus den vier noch vorhandenen Kandidaten die notwendigen zwei Kandidaten zu wählen, ließ man alle Kandidaten durchfallen, um noch einmal von vorne zu wählen. Die Koalition hatte also zwei Stunden gebraucht, um ein StuPa-Präsidium zu wählen, anstatt sich mit der Vielzahl von eingereichten inhaltlichen Anträgen zu beschäftigen.

Die Folgekandidaten für den Asta wurden alle mit erdenklich knapper Mehrheit gewählt. Ob die fragile Minderheitsregierung im kommenden Jahr eine zufriedenstellende Arbeit für die Studierenden leisten kann und sich nicht in ständigen Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten verlieren wird, bleibt abzuwarten. Die LHG bedauert, dass die aufgrund der knappen Mehrheitsverhältnisse und eines unflexiblen Asta, der von der GÖL abhängig ist, am Ende wohl alle Studierenden zu leiden haben. Die LHG wird sich in der kommenden Legislatur weiterhin für Transparenz, Selbstverwirklichung und gute Studienbedingungen einsetzen.

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