AStA-Wahl und anderes

Nach Feststellung der Beschlussfähigkeit des Parlaments, der Genehmigung des Protokolls der letzten Sitzung, sowie die Beibehaltung der Geschäftsordnung des hessischen Landtags, widmet sich das Parlament der Zustimmung der Tagesordnung, welche oft durch verschiedene Änderungsanträge der erste Diskussionsstoff darstellt. Anschließend hielten die Parlamentarierinnen und Parlamentarier eine Schweigeminute für den verstorbenen Kabarettisten Dieter Hildebrandt, wodurch das Studierenden Parlament die Trauer über dessen Tod zum Ausdruck bringen wollte. Beim nächsten Tagesordnungspunkt stellte der ASTA-Vorstand einen obligatorischen Bericht über Vorkommnisse innerhalb des ASTA vor. Das Parlament stimmte beim darauffolgendem Tagesordnungspunkt mit 31 Ja-Stimmen für einen Kooperationsvertrag mit der DB Rent über das Fahrradverleihsystem ab. Dieser Vertrag soll den Studierenden eine einfachere und kostengünstigere Nutzung von Fahrrädern in Marburg ermöglichen. Allerdings sind damit sind damit Mehrkosten für alle Studierenden pro Semester verbunden, insbesondere für diejenigen, die sowohl nicht Fahrrad fahren wollen, können, als auch nicht dürfen. Da das Semesterticket bereits de kostenlosen Nahverkehr in der Stadt abdeckt, wären die Kosten für ein Fahrradverleihsystem ausschließlich überflüssige Zusatzkosten. Ähnlich verhält es sich mit dem Vertrag der Erweiterung des Semesterticket, dem das Parlament ebenfalls mehrheitlich zugestimmt hat. Die Erweiterung des Gebiets des Semestertickets stellt eine weitere Zusatzbelastung der Studierenden dar. Da nach meinem Kenntnisstand sich die Semesterbeiträge jedes Jahr erhöht haben, ist es für die Studierendenschaft unzumutbar diesen Trend fortzusetzen. Bei weiteren Gebietserweiterungen, kommt es zu zusätzlichen Kostensteigungen, die dazu führen können, dass ein großer Teil der Studierendenschaft mit eventuellen geringeren Kosten am Ende des Semesters zu rechnen haben, wenn sie ohne Semesterticket fahren würden. Dabei ist das Argument der Solidarität ein schwacher Trost, wenn das Ziel die finanzielle Entlastung der Studierenden ist. Als nächsten Tagesordnungspunkt stand die Wahl des ASTA-Vorstandes und der ASTA-Referenten an. Die Kandidaten wurden langwierig, mit sich wiederholenden Fragen und auch teilweise aus meiner Sicht mit nicht ernstzunehmenden Fragen befragt. Alle Kandidaten wurden gewählt. Die Kandidaten des Umwelt/Verkehr-Referates sahen beispielsweise vor, das Angebot an vegetarisches Essen auszubauen und Rücksicht auf Menschen anderen Glaubensrichtungen zu nehmen. Sie beklagten sich darüber, dass vegetarisches Essen ausschließlich Mittwochs angeboten wird. Der sogenannte Veggie-Tag wurde dabei nicht in Frage gestellt, welcher eine Bevormundung an die Studierenden darstellt, auch die grundsätzliche Ersetzung von Schweinefleisch durch Rindfleisch, in Rücksicht auf muslimischen Menschen, stellt eine weitere Bevormundung dar. Anstatt das Angebot vielfältiger zu gestalten, wird einem diktiert, wann man was essen soll.
Es folgten die Bearbeitung von Anträgen, worunter ein Misstrauensantrag an ein Mitglied des Präsidiums gestellt wurde, wobei die Satzung des Parlaments bisher keine Regelung für diesen Fall festgelegt hat und dementsprechend ergänzt werden sollte. Die restlichen Anträge waren irrelevant, um kommentiert zu werden. Die Sitzung endete nach ungefähr sechs Stunden gegen zwei Uhr, da die Befragungen der einzelnen Kandidaten sich zu einem langwierigen Prozess entpuppte.

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