Über die Hochschulpolitik der AfD

In der letzten Woche vor der Landtagswahl haben wir und mit den Wahlprogrammen der Parteien beschäftigt und uns gefragt, was diese an unseren Unis besser machen wollen.

Unser stellv. Vorsitzender für Organisatorisches Peter Paulitsch hat sich mal die Alternative für Deutschland – Hessen AfD angesehen:

„Wilhelm von Humboldts weitreichende Bildungsreform ist Ausgangspunkt für unsere Vorstellungen über Bildung.“

Ein Ansatz dem Wir uns anschließen können. Auch die hessische AfD behauptet sich diesen zum Vorsatz zu nehmen. Allerdings scheint die AfD das humboldtsche Bildungsideal auf ihre ganz eigene Weise zu interpretieren. So wird auf der einen Seite die ganzheitliche Bildung als Selbstzweck und die Autonomie der Hochschulen begrüßt. Andererseits fordert die AfD dezidiert einen politischen Eingriff in die Curricula der Hochschulen um „ideologisch aufgeladene“ und „am Bedarf vorbeigehende“ Studiengänge einzuschränken.

Ebenso wirkt die Forderung primär ingenieur- und naturwissenschaftliche Studiengänge zu fördern bei gleichzeitiger Vernachlässigung oder gar Einstellung wenig nachgefragter Ausbildungen ganz und gar nicht, als hätte auch nur einer der Autoren das humbodltsche Bildungsideal nur im Ansatz verstanden. Zum Abschluss noch eine Passage des Programm deren Inhalt und Formulierung tief blicken lassen

„Eine akademische Ausbildung in wenig oder nicht nachgefragten Berufen ist nicht nur eine volkswirtschaftliche Verschwendung, sondern auch eine Ursache persönlicher Unzufriedenheit und Frustration der betroffenen jungen Menschen.“

Die LHG setzt sich dafür ein, dass Menschen selbst entscheiden dürfen, was sie weiter bringt, interessiert und was sie frustriert. Dafür braucht es keine Politiker, die offenbar noch nicht kapiert haben, was Bildung bedeutet.

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