Monatsarchive: Juni 2019

Wahlprogramm 2019

Studienbeitrag senken
Der Studienbeitrag beläuft sich aktuell auf 10,-€ pro Semester. So verfügt der AStA im Jahr über ein Budget von knapp 500.000,-€. Wir sind der Meinung, dass von diesen Geldern zu wenig bei den Studierenden ankommt. Deshalb fordern wir die Senkung des Studienbeitrags für die Studentenschaft. Der AStA muss wieder lernen Gelder effektiv und zielgerichtet einzusetzen und sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren.

Keine Solidarisierung mit Extremisten
Wir möchten endlich wieder einen AStA der sich wirklich um die Belange der Studierenden sorgt und die Interessen aller im Blick behält. Solidarisierungen, wie beispielsweise mit den Besetzern des „Havanna 8“, spiegeln in unseren Augen keinesfalls die Interessen der Masse wieder und schaden dem Ansehen des AStAs und der gesamten Studierendenschaft.

Einen serviceorientierten AStA
In der vergangenen Legislatur hat sich das StuPa vermehrt mit weltpolitischen Themen beschäftigt. Somit war neben der Berichterstattung aus Referaten und Ausschüssen oftmals keine Zeit in den Sitzungen, um Anträge zu beraten die einen direkten Bezug zur Universität hatten. Wir möchten dies ändern und den AStA wieder zu einem Organ machen, welches die Interessen der Studierenden im Blick hat und sich um die Situation vor Ort kümmert. Für die Weltpolitik sind Parteien außerhalb der Hochschule zuständig und nicht StuPa oder AStA!.

Online Transcript of Records
Das Transcript of Records wird an vielen Fachbereichen für Bewerbungen aller Art benötigt. Bisher muss man, um eine solche Bewertungsübersicht zu erhalten einen Antrag beim zuständigen Prüfungsbüro stellen und anschließend mit Personalausweis das Transcript of Records vor Ort abholen. Wir möchten hier die Studierenden wie auch die Verwaltung entlasten und fordern die Integration des Transcript of Records in MARVIN.

Digitale Vorlesungen
Im Wege der Chancengleichheit setzen wir uns für digitale Vorlesungen ein. Durch Podcasts ,wie beispielsweise die der LMU München oder visuelle Aufzeichnungen ähnlich des ECHO360 Formats der Ruhr Universität in Bochum möchten wir es den Studierenden erleichtern Beruf, Familie, Krankheit und Studium unter einen Hut zu bringen. Digitale Vorlesungen, die zu jeder Tages- und Nachtzeit abrufbar sind haben viele Vorteile: Aufgrund der stetig steigenden Semesterbeiträge und einem ineffizientem BAFöG sehen sich immer mehr Studierende der Herausforderung gestellt, auch neben dem Studium zu jobben. Häufig fordern hier die Arbeitgeber eine flexible Zeiteinteilung, sodass eine Überschneidung von Vorlesung und Beruf zur Tagesordnung gehört.
Hier bieten digitale Vorlesungen die notwendige Flexibilität, um trotz Job im Studium am Ball zu bleiben. Für Studierende mit Kind, die keinen Betreuungsplatz erhalten haben oder aufgrund von Krankheit des Kindes nicht zur Vorlesung erscheinen konnten bietet. Das Video/Podcastsystem eine Möglichkeit, dennoch die Lehrveranstaltungen von Zuhause aus mitverfolgen zu können.

Online-Wahlen auf Hochschulebene
Bei einer Wahlbeteiligung von etwa 12% fällt es immer schwerer die verfasste Studentenschaft als ein demokratisch legitimiertes Organ zu bezeichnen. Immer wieder erheben sich Stimmen welche die Abschaffung der verfassten Studentenschaft fordern oder beklagen, dass diese nur die Interessen einiger weniger Studierenden abbilde. Dieser Entwicklung wollen entgegentreten indem wir, wie auch die Justus-Liebig-Universität in Gießen, Online-Wahlen einführen. Hierdurch erhoffen wir uns eine deutlich höhere Wahlbeteiligung und somit eine repräsentativere Zusammensetzung der universitären Gremien.

Moderner Studienausweis
Oftmals werden wir Marburger Studenten für unseren altmodischen Studienausweis belächelt. Weshalb wir bei all den technischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts immer noch einen Studienausweis in Papierform erhalten erscheint uns bei all den Vorteilen eines Ausweises in EC-Karten Format unbegreiflich.
Ein moderner Ausweis im EC-Karten Format wird zu Beginn des Studiums einmalig ausgehändigt und kann über die komplette Studienzeit als Ausweis, Kopier-/Mensakarte sowie Fahrticket für den ÖPNV verwendet werden. Hierdurch würde das Drucken und Versenden des bisherigen Papierausweises entfallen, die Umwelt geschont und aufseiten der Universität Kosten eingespart.

Ergänzend zum Studienausweis in EC-Karten Format möchten wir auch einen digitalen Studienausweis einführen der sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem Tablet mitgeführt werden kann. Voraussetzung für die Einführung eines solchen Ausweises ist die Gewährleistung des Datenschutzes. So dürfen keine Daten z.B. über Mahlzeiten in der Mensa oder Standortdaten erfasst werden.

Attraktiver Campus Lahnberge
Der Campus Lahnberge ist für viele Studierende ein Lebensmittelpunkt. Dennoch ist die Busanbindung auf die Lahnberge denkbar schlecht, es gibt nicht genügend kostenlose Parkplätze und Einkaufsmöglichkeiten um eben schnell zwischen den Vorlesungen den Wocheneinkauf zu erledigen oder sich für den Tag mit Getränken und Lebensmitteln zu versorgen gibt es auch nicht. Diese Probleme möchten wir anpacken und fordern neben kostengünstigen Parkmöglichkeiten und einer vernünftigen, eng getakteten Busverbindung auf die Lahnberge auch die Schaffung von Einzelhandelsgeschäften in Campusnähe.

Freiheit von Forschung, Lehre und Studium
Für uns ist es selbstverständlich, dass niemand an der Philipps Universität Diskriminierung, Anfeindung oder Ausgrenzung erfahren darf. Doch Vorfälle wie jüngst in Frankfurt zeigen, dass wir uns auf der (vermeintlich) errungen Freiheit nicht ausruhen dürfen.

Situationen, in denen eine Professorin aufgrund einer kritischen Auseinandersetzung mit Vollverschleierung und Kopftuch in persönlicher Art und Weise angegriffen wurde, mehren sich. Hierdurch wird nicht nur die freien Entfaltung unserer Persönlichkeit gehemmt, sondern darüber hinaus das Arbeitsklima an der Uni vergiftet.

Wir lehnen daher ideologisch geführte Angriffe, gleich ob von Links oder Rechts, grundsätzlich ab und möchten auch in den studentischen Gremien daraufhinarbeiten, dass unsere Freiheit an der Philipps Universität erhalten und weiter ausgebaut wird.

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AStA blockiert StuPa

Leere Plätze und verärgerte Parlamentarier, dies erblickt man am heutigen Abend im alten Gericht.

Die Sitzung des StuPa muss trotz ordnungsgemäßer Ladung ausfallen. Der Grund hierfür: Die Mitglieder des AStA hatten kurzfristig parallel zur StuPa Sitzung ein AStA Plenum einberufen. Somit fehlen die Mitglieder des AStA und das StuPa bleibt beschlussunfähig. Im Ergebnis muss die Sitzung erneut ausfallen.

Die Missachtung des Parlaments und seiner Kontrollfunktion durch den AStA bestätigt uns in unserem Vorwurf der Intransparenz und Unseriösität des AStA Marburg.

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