Archiv des Autors: Patrick Pfeiffer

AStA macht Sozialismus-Propaganda mit äußerst fraglicher Symbolik: Uni zieht sich aus der Verantwortung

Der AStA hat am 30. August über seine Facebookseite das neue Design der „Ersti-Tüten“ präsentiert. Zu sehen ist ein fünfzackiger roter Stern auf schwarzem Grund. Im Vordergrund prangt eine Faust die einen Kugelschreiber umschlossen hält.

Der rote Stern ist und war immer wieder das Symbol von kommunistischen und autoritären
Unrechtsregimen. Er war auf Uniformen der kommunistischen Massenmörder und Kriegsverbrecher
zu finden und wird auch in nahezu identischer Form von der politischen Jugendorganisation der
Linken verwendet.

Die Verwendung dieses Symbols ist daher nicht nur geschmacklos, sondern lässt wieder jegliche
parteipolitische Neutralität vermissen. Dies ist jedoch nichts Neues bei unserem rechts- und
offenbar auch geschichtsvergessenden AStA. In der Vergangenheit hat dieser sich immer wieder
folgenlos über seine politische Neutralitätspflicht hinweggesetzt.

Schlimmer ist der Eindruck den die Tüten bei der überwiegenden Mehrheit der neuen
Studierenden hinterlässt. Da wundert es nicht, dass die Hochschulpolitik ein Nachwuchsproblem hat.
Es ist weder im Interesse der Universität noch in dem der Studierendenschaft wenn die Erstsemester
den Eindruck gewinnen, an dieser Universität würde politischer Extremismus toleriert.

Mit diesem Hinweis haben wir uns auch an die Leitung der Universität gewandt. Diese sieht jedoch in
der Nähe des AStA zum Linksextremismus wie auch in dessen Überschreitung seines
hochschulpolitischen Mandats keinen Handlungsbedarf. Bedenklich, finden wir.

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Sitzungsbericht 05.08.2019

Am vergangenen Montag haben wir gemeinsam mit den Jungen Liberalen Marburg-Biedenkopf unseren Wiedereinzug ins Studierendenparlament und den Neueinzug in den Senat gefeiert.
Außerdem haben wir zwei neue Anträge für das Studierendenparlament auf den Weg gebracht:

Wir möchten durch die Schaffung eines Wahlkampfmanuals die Hochschulwahlen in Zukunft unbürokratischer, einfacher und effizienter gestalten.

Außerdem setzen wir uns mit dem Antrag „Umweltbewussten Gestaltung des Bibliotheksgeländes“ für mehr Aschenbecher im Bereich der neuen UB ein. Hierdurch helfen wir nicht nur den rauchenden Studierenden sondern auch der Umwelt.

Beide Anträge wurden fristgerecht eingereicht und wir sind gespannt darauf ob und wie sie bei der nächsten Sitzung am 14.08.2019 abgestimmt werden.

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Für uns ein klares Zeichen! – Vorläufiges Endergebnis der Hochschulwahl 2019

Nach dem vorläufigen Endergebnis zu den Hochschulwahlen an der Philipps-Universität Marburg sind wir mit 17,38% zur zweitstärksten Gruppe im Studierendenparlament gewählt worden. Auch bei den Senatswahlen haben wir mit 486 Stimmen den zweiten Platz und einen Sitz im Senat erhalten.
Wir sind stolz auf das großartige Ergebnis und sehen es als ein klares Zeichen dafür, dass wir gute Forderungen, einen fairen Wahlkampf und im vergangenen Jahr eine professionelle Arbeit im StuPa geleistet haben!
Danke für 17.38% und Euer Vertrauen! 🍀

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Wahlprogramm 2019

Studienbeitrag senken
Der Studienbeitrag beläuft sich aktuell auf 10,-€ pro Semester. So verfügt der AStA im Jahr über ein Budget von knapp 500.000,-€. Wir sind der Meinung, dass von diesen Geldern zu wenig bei den Studierenden ankommt. Deshalb fordern wir die Senkung des Studienbeitrags für die Studentenschaft. Der AStA muss wieder lernen Gelder effektiv und zielgerichtet einzusetzen und sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren.

Keine Solidarisierung mit Extremisten
Wir möchten endlich wieder einen AStA der sich wirklich um die Belange der Studierenden sorgt und die Interessen aller im Blick behält. Solidarisierungen, wie beispielsweise mit den Besetzern des „Havanna 8“, spiegeln in unseren Augen keinesfalls die Interessen der Masse wieder und schaden dem Ansehen des AStAs und der gesamten Studierendenschaft.

Einen serviceorientierten AStA
In der vergangenen Legislatur hat sich das StuPa vermehrt mit weltpolitischen Themen beschäftigt. Somit war neben der Berichterstattung aus Referaten und Ausschüssen oftmals keine Zeit in den Sitzungen, um Anträge zu beraten die einen direkten Bezug zur Universität hatten. Wir möchten dies ändern und den AStA wieder zu einem Organ machen, welches die Interessen der Studierenden im Blick hat und sich um die Situation vor Ort kümmert. Für die Weltpolitik sind Parteien außerhalb der Hochschule zuständig und nicht StuPa oder AStA!.

Online Transcript of Records
Das Transcript of Records wird an vielen Fachbereichen für Bewerbungen aller Art benötigt. Bisher muss man, um eine solche Bewertungsübersicht zu erhalten einen Antrag beim zuständigen Prüfungsbüro stellen und anschließend mit Personalausweis das Transcript of Records vor Ort abholen. Wir möchten hier die Studierenden wie auch die Verwaltung entlasten und fordern die Integration des Transcript of Records in MARVIN.

Digitale Vorlesungen
Im Wege der Chancengleichheit setzen wir uns für digitale Vorlesungen ein. Durch Podcasts ,wie beispielsweise die der LMU München oder visuelle Aufzeichnungen ähnlich des ECHO360 Formats der Ruhr Universität in Bochum möchten wir es den Studierenden erleichtern Beruf, Familie, Krankheit und Studium unter einen Hut zu bringen. Digitale Vorlesungen, die zu jeder Tages- und Nachtzeit abrufbar sind haben viele Vorteile: Aufgrund der stetig steigenden Semesterbeiträge und einem ineffizientem BAFöG sehen sich immer mehr Studierende der Herausforderung gestellt, auch neben dem Studium zu jobben. Häufig fordern hier die Arbeitgeber eine flexible Zeiteinteilung, sodass eine Überschneidung von Vorlesung und Beruf zur Tagesordnung gehört.
Hier bieten digitale Vorlesungen die notwendige Flexibilität, um trotz Job im Studium am Ball zu bleiben. Für Studierende mit Kind, die keinen Betreuungsplatz erhalten haben oder aufgrund von Krankheit des Kindes nicht zur Vorlesung erscheinen konnten bietet. Das Video/Podcastsystem eine Möglichkeit, dennoch die Lehrveranstaltungen von Zuhause aus mitverfolgen zu können.

Online-Wahlen auf Hochschulebene
Bei einer Wahlbeteiligung von etwa 12% fällt es immer schwerer die verfasste Studentenschaft als ein demokratisch legitimiertes Organ zu bezeichnen. Immer wieder erheben sich Stimmen welche die Abschaffung der verfassten Studentenschaft fordern oder beklagen, dass diese nur die Interessen einiger weniger Studierenden abbilde. Dieser Entwicklung wollen entgegentreten indem wir, wie auch die Justus-Liebig-Universität in Gießen, Online-Wahlen einführen. Hierdurch erhoffen wir uns eine deutlich höhere Wahlbeteiligung und somit eine repräsentativere Zusammensetzung der universitären Gremien.

Moderner Studienausweis
Oftmals werden wir Marburger Studenten für unseren altmodischen Studienausweis belächelt. Weshalb wir bei all den technischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts immer noch einen Studienausweis in Papierform erhalten erscheint uns bei all den Vorteilen eines Ausweises in EC-Karten Format unbegreiflich.
Ein moderner Ausweis im EC-Karten Format wird zu Beginn des Studiums einmalig ausgehändigt und kann über die komplette Studienzeit als Ausweis, Kopier-/Mensakarte sowie Fahrticket für den ÖPNV verwendet werden. Hierdurch würde das Drucken und Versenden des bisherigen Papierausweises entfallen, die Umwelt geschont und aufseiten der Universität Kosten eingespart.

Ergänzend zum Studienausweis in EC-Karten Format möchten wir auch einen digitalen Studienausweis einführen der sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem Tablet mitgeführt werden kann. Voraussetzung für die Einführung eines solchen Ausweises ist die Gewährleistung des Datenschutzes. So dürfen keine Daten z.B. über Mahlzeiten in der Mensa oder Standortdaten erfasst werden.

Attraktiver Campus Lahnberge
Der Campus Lahnberge ist für viele Studierende ein Lebensmittelpunkt. Dennoch ist die Busanbindung auf die Lahnberge denkbar schlecht, es gibt nicht genügend kostenlose Parkplätze und Einkaufsmöglichkeiten um eben schnell zwischen den Vorlesungen den Wocheneinkauf zu erledigen oder sich für den Tag mit Getränken und Lebensmitteln zu versorgen gibt es auch nicht. Diese Probleme möchten wir anpacken und fordern neben kostengünstigen Parkmöglichkeiten und einer vernünftigen, eng getakteten Busverbindung auf die Lahnberge auch die Schaffung von Einzelhandelsgeschäften in Campusnähe.

Freiheit von Forschung, Lehre und Studium
Für uns ist es selbstverständlich, dass niemand an der Philipps Universität Diskriminierung, Anfeindung oder Ausgrenzung erfahren darf. Doch Vorfälle wie jüngst in Frankfurt zeigen, dass wir uns auf der (vermeintlich) errungen Freiheit nicht ausruhen dürfen.

Situationen, in denen eine Professorin aufgrund einer kritischen Auseinandersetzung mit Vollverschleierung und Kopftuch in persönlicher Art und Weise angegriffen wurde, mehren sich. Hierdurch wird nicht nur die freien Entfaltung unserer Persönlichkeit gehemmt, sondern darüber hinaus das Arbeitsklima an der Uni vergiftet.

Wir lehnen daher ideologisch geführte Angriffe, gleich ob von Links oder Rechts, grundsätzlich ab und möchten auch in den studentischen Gremien daraufhinarbeiten, dass unsere Freiheit an der Philipps Universität erhalten und weiter ausgebaut wird.

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AStA blockiert StuPa

Leere Plätze und verärgerte Parlamentarier, dies erblickt man am heutigen Abend im alten Gericht.

Die Sitzung des StuPa muss trotz ordnungsgemäßer Ladung ausfallen. Der Grund hierfür: Die Mitglieder des AStA hatten kurzfristig parallel zur StuPa Sitzung ein AStA Plenum einberufen. Somit fehlen die Mitglieder des AStA und das StuPa bleibt beschlussunfähig. Im Ergebnis muss die Sitzung erneut ausfallen.

Die Missachtung des Parlaments und seiner Kontrollfunktion durch den AStA bestätigt uns in unserem Vorwurf der Intransparenz und Unseriösität des AStA Marburg.

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Die LHG Marburg hat einen neuen Vorstand

Heute haben wir bei unserer Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt.

Im kommenden Jahr wird Patrick Pfeiffer (mitte) die LHG Marburg als neuer Vorsitzender vertreten. Unterstützt wird er hierbei durch seine beiden Stellvertreter Janina Muth (rechts) und Joschua Bauer (links).

Wir freuen uns auf ein erfolgreiches Jahr mit unserem neuen Vorstand und sind gespannt wie sich unsere Arbeit unter neuer Leitung fortsetzen wird.

Besonderen Dank möchten wir an dieser Stelle auch unserem alten Vorsitzenden, Peter Paulitsch, aussprechen. Du hast für uns sehr viel getan und die LHG vorangetrieben. Wir sind froh darüber, dass du dich bereit erklärt hast unserem neuen Vorstand mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

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AStA im Visier der Staatsanwaltschaft

Probleme in der Buchhaltung des Asta

Es gibt noch immer keinen Haushalt und die Staatsanwaltschaft geht einem Anfangsverdacht nach. Das sind die aktuellen Fakten bezüglich der Vorwürfe gegenüber des Asta Marburg.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Probleme in der Buchhaltung (die OP berichtete) hat nun auch die beauftragte Steuerkanzlei bestätigt. Sie hat das Haushaltsjahr 2016/2017 kontrolliert und, genauso wie der aktuelle Finanzvorstand des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta), festgestellt, dass Rücklagengelder gar nicht zur Deckung von Verbindlichkeiten des Hauptkontos abgerufen wurden.

Dabei handelt es sich vor allem um den Ausgleich von über 60.000 Euro, die durch ein Defizit der Semesterticketeinnahmen aufgelaufen sind, weil vom Verkehrsreferat ein zu niedriger Bedarf ermittelt wurde. Nach Rücksprache mit allen involvierten Gremien damals sollte diese Summe mit Rücklagengeldern des Asta bezahlt werden. Wurde es auch, aber eben nicht wirklich. Denn das Geld wurde von dem Konto nie abgebucht, so dass in den Folgejahren mit falschen Summen geplant wurde.

Das ist dem jetzigen Asta-­Finanzvorstand auf die Füße ­gefallen. Dem sei schon bei der Eröffnungsbilanz aufgefallen, dass das Haushaltsvolumen, wie in der Vergangenheit, nicht mehr zu stemmen sei. Denn durch die fehlende Umbuchung des Geldes war das Hauptkonto, von dem sämtliche laufende Kosten beglichen werden, so gut wie leer. Deswegen erfolgte ein Auszahlungsstopp. Derzeit lebe der Asta von den Rücklagen erfuhr die OP im Gespräch mit den aktuellen ­Finanzvorstandsmitgliedern Anna Siwiec, Stephanie Theiss und Alexander Kolling.

Derzeit besteht weiterhin ein Auszahlungsstopp

Sozial- und Rechtsberatung, die Orientierungseinheit für die Erstsemester, die Semesterticket-Rückerstattung, die Härtefallstelle und, und, und – all das hält der Asta für die Studierenden vor. Auch jetzt, trotz Auszahlungsstopp, der noch so lange anhält, bis der neue Haushalt verabschiedet ist. Dieser wird aufgestellt und soll Ende des Monats auf der Sitzung des Studierendenparlaments vorgestellt werden.

Voraussichtlich wird der Rahmen geringer ausfallen. Denn auf der Habenseite werden nur die laufenden Einnahmen stehen und auf der Ausgabenseite nur die notwendigen Verpflichtungen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten und keine Kündigungen der Festangestellten aussprechen zu müssen.

Die derzeitige Situation wird auch Einsparungen bei diversen Events für die Studenten zur Folge haben. Viele Veranstaltungen hat der Asta in der Vergangenheit mitfinanziert, auch ohne dass das Logo irgendwo aufgetaucht sei. Der Vorwurf, der Asta würde Events organisieren, die die Studierenden nicht erreichen, will der Finanzvorstand so nicht stehen lassen. Glücklicherweise konnten bei einer Innovationsveranstaltung neue Möglichkeiten der Querfinanzierung finden, wie beispielsweise die Stadt Marburg für das OpenEyes Festival.

Die Vorwürfe, der Asta-Vorstand würde sich durch die ­Aufwandsentschädigungen viel Geld in die Tasche stecken, weist der Finanzvorstand im OP-Gespräch vehement von sich. Es wäre sehr aufwendig, den Asta-Betrieb am Laufen zu halten und bedarf ein hohes ehrenamtliches Engagement der unterschiedlichen Vorstände. Selten würde die wöchentliche Arbeitszeit unter 20 Stunden liegen. Die Aufwandsentschädigungen lägen im untersten Bereich des Bundesdurchschnitts und orientieren sich an der ­sogenannten Übungsleiterpauschale, einem Steuerfreibetrag für ehrenamtlich Tätige.

Laut Staatsanwalt gibt es kein Ermittlungsverfahren

Dass die Opposition ein so verzerrtes Bild des Asta gezeichnet hat, ärgert den Finanzvorstand. Veruntreuung, verprassen oder Versäumnisse habe es nicht gegeben. Die fehlende ­Abgrenzung der Konten durch einen der früheren Vorstände­ haben dem Ausschuss einen großen Schaden zugefügt

Der Haushalt für das laufende Jahr wird vermutlich etwa­ 100.000 Euro kleiner ausfallen. Bei den Planungen sei aufgefallen, dass der Studienbeitrag nicht mehr alle Angebote abdecken könne. Einmalig wäre dieser in den vergangenen zehn Jahren um 30 Cent erhöht worden und ist damit einer der geringsten in ganz Deutschland.

Trotzdem sieht die Staatsanwaltschaft Marburg einen Anfangsverdacht. Derzeit wird geprüft, „ob ein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt“, so Staatsanwalt Nicolai Wolf auf OP-Anfrage. Er betonte, dass es derzeit „kein Ermittlungsverfahren“ gäbe.

Der Widerspruchsausschuss des Studierendenparlaments (Stupa) beschäftige sich außerdem mit dem Rauswurf von Benjamin Oette, Mitglied der kritischen Liberalen Hochschulgruppe, aus der Sitzung Ende Januar. Nach drei Ordnungsrufen wegen massiver Missachtung der Sitzungsordnung wurde er von Polizeibeamten aus dem Sitzungssaal gebracht, da er sich der Aufforderung des Stupa-Vorstandes widersetzt hatte.

von Katja Peters

https://www.op-marburg.de/Marburg/Marburg-Staatsanwaltschaft-prueft-Anfangsverdacht-gegenueber-Asta

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Vorwurf der Untreue – AStA unter Druck

Schwere Vorwürfe gegen Asta

Eine sechsstellige Summe fehlt im aktuellen Haushalt des Asta. Der gibt die Sparpolitik als Grund an, die Liberale Hochschulgruppe wirft dem Ausschuss Untreue vor.

Marburg. Das Geld ist weg beim Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) der Philipps-Universität Marburg. Warum, dazu gibt es unterschiedliche Erklärungen.

Für die Liberale Hochschulgruppe (LHG), Mitglied des Studierendenparlaments, sei der „riesige Wasserkopf“ das Problem: „Das große Geld fließt in politische ­Arbeit, die keinen Studierenden erreicht“, so der Sprecher Peter Paulitsch im OP-Gespräch.

Erst kürzlich wurden noch zusätzliche Referenten gewählt, obwohl jetzt schon kein Geld mehr für die Fachschaften da ist. „Man könnte fast meinen, der Asta sei ein Selbstbedienungsladen für Vorstand und Referenten“, so Paulitsch weiter.

Pro Monat flossen in 2018 etwa 8 000 Euro an Aufwandsentschädigungen für die Ehrenamtlichen. Hinzu kamen noch die Gehälter der Festangestellten. Insgesamt waren das schon fast eine Viertelmillion Euro.

Bei einem Allgemeinhaushalt von knapp 500 000 Euro geht die Hälfte der liquiden Mittel an die Festangestellten und Ehrenamtlichen. Für Veranstaltungen wurden im vergangenen Jahr lediglich 35 000 Euro ausgegeben.

Für dieses Jahr fehlt nun ein sechsstelliger Betrag im Haushalt, der auch noch immer nicht verabschiedet wurde. Es wurde­ mündlich ein „Ausgabenschluss“ erteilt, so dass die Fachschaften weder planen noch agieren können. „Es gibt Probleme in der Buchhaltung.

Das Finanzloch muss dringend gestopft werden. Finanzielle Mittel sind nur noch für dringende Kosten, wie Personal, verfügbar“, heißt es im Protokoll der jüngsten Sitzung des Studierendenparlaments.

Während dieser Sitzung kam es sogar zu einem Polizeieinsatz. Benjamin Oette, Mitglied der LHG, hatte während der Debatte um das Finanzloch immer wieder kritisch nachgefragt. Nach drei Ordnungsrufen innerhalb weniger Minuten gegen Oette, wurde dieser aufgefordert, den Saal zu verlassen. Was er aber nicht tat.

Die Sitzung wurde unterbrochen und nach einer halben Stunde führten fünf Polizisten den Liberalen aus dem Saal. „Die sekundenschnell erfolgten Ordnungsrufe ohne sichtbare Übereinkunft des Vorstandes waren unverhältnismäßig und rechtswidrig.

Es ist klar ersichtlich, dass mit der Aktion den kritischen Nachfragen an den Asta Einhalt geboten werden sollte“, interpretiert Juristin und LHG Mitglied Monique Martinek die Vorkommnisse.
Benjamin Oette sieht sich mit seinen Nachfragen im Recht: „130 000 Euro sind kein Pappenstiel. Aber ob diese Summe stimmt, wissen wir nicht.

Würden es aber gerne. Aber fragen durfte ich nicht. Ein großes Finanzloch wird zwar vom Asta­ eingeräumt, jedoch darf das Parlament offenbar seine Kontrollfunktion nicht ausüben.“
Auf der Sitzung hatte der Asta-Vorstand „falsche Ermittlungen über mehr als zehn Jahre“ eingeräumt.

Auch sei nicht der aktuelle Vorstand an dieser Entwicklung Schuld. Es gäbe „falsche Berechnungen in den Bilanzen und falsche Informationen über Rücklagen. Der Universität und auch dem Prüfungshof sei dies nicht aufgefallen.“

Weit weg von einem Insolvenzverfahren

Auf OP-Nachfrage war der Asta-Finanzvorstand zu einem ­Interview nicht bereit, schickte aber eine Pressemitteilung mit Kritik an der „Sparpolitik von Stadt und Land“. Aufgrund dieser wurden schon seit Jahren die Rücklagen angezapft, um die Defizite bei den Einnahmen auszugleichen.

Nun stehen keine alternativen Geldmittel mehr zur Verfügung. „Dennoch ist ­
eine Betitelung der aktuellen ­Situation mit ‚Shut Down‘ oder ‚Pleite‘, wie es vereinzelt studentische Gruppen tun, vollkommen fehl am Platz. Tausende von Euro pro Semester zur Verfügung zu haben, ist weit weg von einem Insolvenzverfahren oder dergleichen“, betont Alexander Kolling vom ­Asta-Finanzvorstand.

Eine Kanzlei wurde nun zu ­Rate gezogen. Um welche es sich handelt, was diese genau macht und wie viel Geld die Beratung kostet, darüber gibt es öffentlich keine Auskunft. „Wir werden trotz allem nicht aufgeben und schonungslos aufdecken, womit der Asta das Geld verprasst hat.

Nach dem desaströsen Bericht des Landesrechungshofes über das Finanzgebaren des Asta, vervollständigt sich nun das Bild des unseriösen und intransparenten Asta der Philipps-Universität. Es ist wirklich Schade.

Das Geld der Studierendenschaft muss bei den Studierenden ankommen und darf nicht in intransparenten Strukturen versickern“, so der LHG-Fraktionsvorsitzende Peter 
Paulitsch.
Eine Strafanzeige gegen den Asta wegen Veruntreuung wurde indes noch nicht gestellt.

von Katja Peters   

https://www.op-marburg.de/Marburg/Schwere-Vorwuerfe-gegen-Asta-wegen-Finanzloch-im-Haushalt

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Verprasst der AStA Studentengelder?

Heute in der Oberhessischen Presse.

Unsere Positionen zum Umgang des AStAs mit den Geldern der Studierenden und dem Rauswurf unseres Parlamentariers aus einer der vergangenen StuPa Sitzungen.

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Polizeieinsatz beim StuPa

Bei der StuPa Sitzung am vergangenen Mittwoch wurde unser Mitglied Benjamin Oette von der Polizei abgeführt.

Grund war sein Nachfragen zur finanziellen Situation des AStA. Innerhalb von wenigen Sekunden verteilte der Vorstand des Parlaments drei Ordnungsrufe. Dabei ging er offensichtlich rechtswidrig vor.

Die Kritik an der Entscheidung durch das einzige Vorstandsmitglied, das nicht der AStA Koalition angehört, wurde ignoriert. Es ergibt sich ein Bild eines Parlamentsvorstandes der wissentlich Recht bricht, um eigene politische Interessen durchzusetzen.

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Über die Hochschulpolitik der AfD

In der letzten Woche vor der Landtagswahl haben wir und mit den Wahlprogrammen der Parteien beschäftigt und uns gefragt, was diese an unseren Unis besser machen wollen.

Unser stellv. Vorsitzender für Organisatorisches Peter Paulitsch hat sich mal die Alternative für Deutschland – Hessen AfD angesehen:

„Wilhelm von Humboldts weitreichende Bildungsreform ist Ausgangspunkt für unsere Vorstellungen über Bildung.“

Ein Ansatz dem Wir uns anschließen können. Auch die hessische AfD behauptet sich diesen zum Vorsatz zu nehmen. Allerdings scheint die AfD das humboldtsche Bildungsideal auf ihre ganz eigene Weise zu interpretieren. So wird auf der einen Seite die ganzheitliche Bildung als Selbstzweck und die Autonomie der Hochschulen begrüßt. Andererseits fordert die AfD dezidiert einen politischen Eingriff in die Curricula der Hochschulen um „ideologisch aufgeladene“ und „am Bedarf vorbeigehende“ Studiengänge einzuschränken.

Ebenso wirkt die Forderung primär ingenieur- und naturwissenschaftliche Studiengänge zu fördern bei gleichzeitiger Vernachlässigung oder gar Einstellung wenig nachgefragter Ausbildungen ganz und gar nicht, als hätte auch nur einer der Autoren das humbodltsche Bildungsideal nur im Ansatz verstanden. Zum Abschluss noch eine Passage des Programm deren Inhalt und Formulierung tief blicken lassen

„Eine akademische Ausbildung in wenig oder nicht nachgefragten Berufen ist nicht nur eine volkswirtschaftliche Verschwendung, sondern auch eine Ursache persönlicher Unzufriedenheit und Frustration der betroffenen jungen Menschen.“

Die LHG setzt sich dafür ein, dass Menschen selbst entscheiden dürfen, was sie weiter bringt, interessiert und was sie frustriert. Dafür braucht es keine Politiker, die offenbar noch nicht kapiert haben, was Bildung bedeutet.

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Christian Lindner zu Gast bei der LHG Marburg

Gestern hat uns Christian Lindner besucht. In Zusammenarbeit mit der Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit hat die LHG Marburg die Veranstaltung auf die Beine gestellt.

Vor über 400 Zuhörern und Zuhörerinnen gab Lindner nach einem kurzen Referat zur aktuellen und Europa Politik in Brüssel, Berlin und Paris dem Publikum die Möglichkeit ihm Fragen aller Art zu stellen.

Außerdem hat unser Vorsitzender Peter Paulitsch die Arbeit der LHG Marburg vorstellen können… – fabelhaft.

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